Zahnimplantate Hannover

in der Zahnklinik Podbi 344

 

Risiken

Das Implantieren ist heute eine bewährte Form, Zahnersatz fest im Kiefer zu verankern. Gleichwohl ist keine Implantation ohne einen operativen Eingriff möglich. Wir informieren unsere Patienten im Vorfeld einer geplanten Operation genau und klären Sie ausführlich über eventuelle Risiken auf. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es häufiger zu Komplikationen kommt bei

  • unbehandelter Parodontitis (bakterieller Zahnfleischentzündung)
  • unbehandeltem oder schlecht eingestelltem Diabetes
  • Störungen des Knochenstoffwechsels durch Medikamente oder Hormonumstellungen
  • Bruxismus (krankhaftes Zähneknirschen)
  • unzureichender Mundhygiene
  • starken Nikotinkonsum

Bei Vorliegen eines oder mehrerer Risikofaktoren ist eine sorgfältige Abwägung der geplanten Behandlung im Rahmen der Untersuchung erforderlich. Auch kann hier die Zusammenarbeit mit weiteren behandelnden Ärzten sinnvoll sein.

Häufige Fragen (FAQ)

1. Aus welchem Material bestehen Implantate?

Die weitaus überwiegende Anzahl an Implantaten besteht aus Titan, bzw. einer Titanlegierung. Titan ist ein sehr gut biokompatibler Werkstoff, der u.a. auch für künstliche Hüftgelenke verwendet wird. Titan besitzt außerdem die Eigenschaft, sich mit den Knochenzellen eng zu verbinden und somit eine extrem hohe Stabilität des Implantates zu gewährleisten. Seit einiger Zeit sind auch Implantate aus Zirkonoxidkeramik im Angebot. Allerdings scheinen die Komplikationsraten bei diesen Implantaten höher zu sein. Bis aussagefähige Studienergebnisse und verlässliche Langzeitergebnisse vorliegen, raten wir unseren Patienten von der Verwendung der Keramikimplantate ab.

 

2. Kann mein Körper das Implantat abstoßen?

Grundsätzlich ja, jedoch ist ein solches Ereignis sehr selten. Eine ausgeprägte Unverträglichkeit von Implantaten im Sinne einer Allergie ist die Ausnahme. In den meisten Fällen ist eine Entzündung durch Bakterien die Ursache eines möglichen Implantatverlustes. Auch eine schwere Störung des Knochenstoffwechsels kann das Einwachsen eines Implantates verhindern.

 

3. Wie lange hält ein Implantat?

Es gibt Behandler die behaupten, ein Implantat hält ein Leben lang. Wir sind da zurückhaltender und sagen: Ein Implantat hält so lange, wie der Knochen rings um das Implantat stabil bleibt. Es ist nicht unser Interesse, Patienten mit falschen Versprechungen zu einer implantologischen Behandlung zu bewegen. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass das Implantat an sich, also der Implantatkörper nahezu unvergänglich ist. Kommt es doch einmal zu einem Implantatverlust, ist in der Regel der Kieferknochen um das Implantat geschwunden. Das kann vielfältige Ursachen haben: Nikotingenuß, Hormonumstellungen, vor allem aber bakterielle Entzündungen können den Knochenstoffwechsel um das Implantat negativ beeinflussen und zu einem fortschreitenden Knochenabbau führen.

 

4. Kann man bei einer Zahnfleischerkrankung (Parodontitis) implantieren?

Ja, aber erst nach Behandlung der Parodontitis. Mit einer Zahnfleischentzündung ist immer auch eine erhöhte bakterielle Belastung im Mund verbunden. Aufgrund dieser erhöhten Keimzahl kann es unter Umständen auch zu einer Infektion des Gewebes um das Implantat kommen. Deshalb ist es wichtig, im Bedarfsfall vor einer Implantation eine Parodontalbehandlung durchzuführen und es ist genauso wichtig, nach der Implantation regelmäßig am Prophylaxeprogramm für Implantatpatienten teilzunehmen.

 

5. Ist mein Kieferknochen für eine Implantation ausreichend?

Diese Frage lässt sich immer nur individuell und nach einer gründlichen Untersuchung beantworten. Oft ist der Kieferknochen aufgrund einer jahrelangen Zahnlosigkeit stark geschwunden. Auch Entzündungen (Parodontitis) zerstören den Kieferknochen. Je nach Schwere des Knochenschwundes muß dann entschieden werden, ob ein Knochenaufbau erforderlich ist oder ob spezielle Implantate zum Einsatz kommen, die besonders für geringen Kieferknochen geeignet sind (siehe auch BOI-Implantate, Endopore-Implantate).

 

6. Bin ich nicht zu alt für Implantate?

Grundsätzlich gilt: Man ist nie zu alt für eine Implantation. Die Erfahrung zeigt, dass der Kieferknochen auch im hohen Alter noch in der Lage ist, Implantate fest zu integrieren. Lediglich die Einheilphase muss manchmal um einige Wochen verlängert werden. Die Schwierigkeit bei älteren Patienten besteht in der Regel also nicht im Alter an sich, sondern vielmehr im manchmal stark geschwundenen Kieferknochen. Diesem Umstand wird durch altersgerechte Implantationskonzepte und durch die Wahl des Implantattyps Rechnung getragen.

 

7. Was kosten Implantate?

Eine pauschale Antwort ist hier kaum möglich. Die Kosten einer Implantation hängen zum einen stark von der Anzahl der zu setzenden Implantate ab und zum anderen von den begleitenden Maßnahmen am Kieferknochen. Auch die Form und Qualität des Zahnersatzes auf den Implantaten hat einen erheblichen Einfluss. Als unverbindliche grobe Orientierung kann man von einem Mittelwert von ca. € 1000,- für ein Implantat ausgehen. Die Krone darauf ist mit etwa dem gleichen Preis anzusetzen. Maßnahmen zum Knochenaufbau sind dabei nicht berücksichtigt. Werden mehrere Implantate gleichzeitig gesetzt, reduzieren sich die Kosten für das einzelne Implantat häufig.

 

8. Gibt es bei den Implantaten Qualitätsunterschiede?

Ja, erhebliche. Sowohl in der Beschaffenheit des Materials, bei der Materialoberfläche und bei der Gewährleistung. Es gibt inzwischen eine nahezu unüberschaubare Menge an Implantatanbietern. Einige dieser Anbieter versuchen mit besonders günstigen Preisen auf sich aufmerksam zu machen. Dabei fehlen diesen Implantattypen häufig aussagefähige Langzeitstudien, die ihre Haltbarkeit belegen. Außerdem besteht bei den weniger renommierten Herstellern von Implantaten die Gefahr, dass Aufbau- und Verbindungsteile in einigen Jahren nicht mehr erhältlich sind.

 

9. Kann ich mir Implantate einsetzen lassen, obwohl ich Osteoporose habe?

Das hängt von der Schwere der Erkrankung ab, besonders aber von der Therapie der Osteoporose. Grundsätzlich ist eine Implantation bei Osteoporose mit guter Prognose möglich. Die Erfahrung zeigt, dass die Kieferknochen weniger oder kaum von dieser Erkrankung des Knochenstoffwechsels betroffen sind. Manchmal erhalten Patienten im Rahmen der Osteoporose- oder Tumortherapie so genannte Bisphosphonate. Insbesondere, wenn diese als Infusion gegeben werden, ist Vorsicht geboten. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie mit bisphosphonathaltigen Medikamenten therapiert wurden, weisen Sie bitte Ihren Zahnarzt ausdrücklich auf diesen Umstand hin. Eine Rücksprache mit dem Hausarzt oder dem Gynäkologen wird eine Klärung der individuellen Risiken herbeiführen.

 

10. Ich habe einen Zahn verloren. Wie lange kann ich mit der Implantation warten?

Nach Möglichkeit gar nicht! Erfahrungsgemäß kommt es nach der Entfernung eines oder mehrerer Zähne in den folgenden Monaten zu einem unterschiedlich stark ausgeprägten Knochenschwund. Deshalb sollte nach einer ersten Verheilungsphase die Implantation erfolgen, um den fortschreitenden Knochenschwund zu stoppen. Wartet man zu lange oder entschließt sich erst nach Jahren zu einer Implantation, sind in der Regel behandlungs- und kostenintensive Maßnahmen zum Knochenaufbau zusätzlich erforderlich.

 

11. Tut das Implantieren weh?

Während der Implantation nicht und in der Heilungsphase in der Regel nicht mehr, als nach einer Zahnentfernung. Durch eine lokale Betäubung ist eine nahezu vollständige Schmerzausschaltung möglich. Bei umfangreichen Eingriffen kann auch eine Vollnarkose angezeigt sein. Erfahrungsgemäß sind nach einer Implantation weitaus weniger Beschwerden zu verzeichnen, als es die Patienten erwarten. Die intensive Betreuung innerhalb der Klinik hat zum Ziel, Komplikationen so weit wie möglich zu vermeiden.

 

12. Kann ich nach dem Zahnziehen sofort ein Implantat bekommen?

Manchmal ja, nämlich immer dann, wenn der Kieferknochen um den zu entfernenden Zahn noch weitgehend in Ordnung ist. In diesem Fall kann es sogar günstig sein, eine Sofortimplantation vorzunehmen. Das ästhetische Ergebnis, insbesondere im Bereich des Zahnfleisches, wird dadurch positiv beeinflusst. Hingegen ist bei einer akuten Entzündung oder im Fall eines umfangreichen  Knochenaufbaus von einer Sofortimplantation eher abzuraten.

 

13. Kann ich gleich festsitzende Zähne auf meinen Implantaten bekommen?

Das hängt von der Art der Implantation und von der Qualität des Kieferknochens ab. Die so genannte Sofortbelastung ist immer dann möglich, wenn sehr stabile Kieferknochenverhältnisse vorliegen und ein Implantat ausreichender Dimension eingesetzt werden konnte. Auch muss das Kauverhalten des Patienten berücksichtigt werden, wie auch der Zustand der restlichen Zähne.

 

14. Welches Material kann für einen Knochenaufbau verwendet werden? 

Grundsätzlich kommen beim Knochenaufbau (Augmentation) Materialien auf künstlicher, tierischer oder menschlicher Basis (Spenderknochen) zum Einsatz. Allen gemeinsam ist, dass sie mit extremer Sorgfalt hergestellt werden, um jegliche Gefahr einer Infektion auszuschließen. Die Anwendung dieser Knochenaufbaumassen kann also als ausgesprochen sicher bezeichnet werden. Die biologische Wertigkeit und damit das Ausmaß und die Geschwindigkeit des Knochenaufbaus sind durchaus unterschiedlich. Als bisher beste Basis für einen erfolgreichen Knochenaufbau hat sich der patienteneigene Knochen herausgestellt. Dieser wird an diversen Stellen schonend am Kiefer entnommen und in den Bereich der späteren Implantationsstelle transplantiert.

 

15. Wie lange bin ich nach einer Implantation beruflich eingeschränkt?

Das hängt deutlich vom Ausmaß der implantologischen Behandlung ab. Nach dem Setzen eines einzelnen Implantates ist man häufig am nächsten oder übernächsten Tag wieder arbeitsfähig. Nach umfangreichen Eingriffen und Maßnahmen zum Knochenaufbau kann die Regeneration auch einige Tage in Anspruch nehmen. Allerdings reagieren die Patienten individuell sehr unterschiedlich. Dafür gibt es mehrere Ursachen, u. a. die Art des Bindegewebes. Manchmal ist für den optimalen Heilungsverlauf ein stationärer Aufenthalt anzuraten.


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